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Berlin-Projekt 2000:   1.Allgemein |  2.Planung |  3.Konkrete Planung |  4.Dokumentation


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"Der soziale Wandel im 19. und 20. Jahrhundert - untersucht am Beispiel des industriellen und urbanen Modernisierungsprozesses Berlins"

Allgemeine Ablaufplanung für das fächerverbindende Projekt vom 6.3.2000 - 11.3.2000

Beteiligte Fächer: Erziehungswissenschaften, Geographie, Geschichte, Kunst, Religion, Sozialwissenschaften





Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Montag:

1.     07.45 - 14.00 Uhr     Anreise (pünktliche Abfahrt um 7.45 Uhr)
2.   14.00 - 15.00 Uhr Zimmerverteilung
3.   15.00 - 16.30 Uhr Einführung: Informationen über die Konrad-Adenauer-Stiftung Informationen über das Verkehrssystem Organisatorische Fragen
4.   16.30 - 17.00 Uhr Pause / Fahrt zum Ku'Damm
5.   17.00 - 19.15 Uhr Besuch der multimedialen Ausstellung über die Geschichte Berlins: Die Stadt wird in dieser Ausstellung sinnlich erfahrbar. In "The Story of Berlin" erleben die Besucher wie es war und sehen wie es sein wird. Auf fast 7000 qm und 4 Etagen führt eine Stadt-Zeit-Reise von der Gründung 1237 bis ins 21. Jahrhundert.
6.   20.00 Uhr Abendessen



Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Dienstag:

Die angegebenen Zeiten schließen Pausen ein.
1.   09.00 - 09.45 Uhr    Einführung in die Industrialisierungsgeschichte Berlins
2.   10.00 - 12.30 Uhr Industrialisierung Berlins - veranschaulicht anhand einer themenspezifischen Stadtrundfahrt (u. a. Borsig, Siemens, AEG)
3.   12.30 - 14.30 Uhr Mittagessen / Mittagspause / Fahrten
4.   14.30 - 17.30 Uhr G 1   G 2   G 3   G 4   G 5
Veränderungen der Lebens-, Arbeits- und Wohnverhältnissen im Laufe des Industrialisierungsprozesses
Themenspezifischer Besuch mehrerer Museen bzw. geführte Stadtrundgänge in Gruppen mit Arbeitsaufträgen
Zielsetzung:
  1. Informationsbeschaffung und -auswertung durch die jeweiligen Gruppenmitglieder zum jeweiligen historischen Schwerpunktthema
  2. Selbständiges Arbeiten in Teams
  3. Erarbeitung eines historischen Basiswissens, ausgerichtet auf das jeweilige Schwerpunktthema der Gruppe am Mittwochvormittag
Historische Themenschwerpunkte mit fachspezifischer Ausrichtung:
G 1  SW:    Zuwanderung, Fremdenfeindlichkeit und Integration von Ausländern im 18. und 19. Jahrhundert in Berlin
G 2  GEO:    Auswirkungen infrastruktureller Veränderungen auf den Wirtschaftsstandort Berlins im 19. Jahrhundert
G 3  KU:    Veränderungen der Wohn- und Arbeitsverhältnisse infolge des Industrialisierungsprozesses
G 4  EW:    Kindheit, Schule und Erziehung im 19. Jh.
G 5  REL:    Religiöses Leben von Minderheiten / Ausländern in Berlin im 19. Jh.
5.   20.00 Uhr Musical: "Der Glöckner von Notre Dame"

An den folgenden beiden Tagen stehen jeweils vier themenspezifische Arbeitsschwerpunkte der Fächer Sozialwissenschaften, Geographie, Kunst, Erziehungswissenschaft und Religion zur Auswahl. Die Schüler müssen sich für eine von zehn fachspezifischen Themenkombinationsmöglichkeiten entscheiden (s. Matrix). Im Sinne des fächerübergreifenden Ansatzes wird dadurch sichergestellt, dass jeder Schüler vier von fünf Fächern abdecken muss, aber dennoch ein Fach "abwählen" kann. Zudem wird eine Schwerpunktlegung durch den einzelnen Schüler dadurch möglich, dass er/sie mit der Entscheidung für eines der am Mittwochvormittag angebotenen fachspezifischen Themen zugleich einen inhaltlich zugeordneten historischen Themenschwerpunkt wählt.
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Wahlmöglichkeiten diagonal überschneiden, gibt es jeweils nur fünf Gruppen mit im Idealfall 21 Teilnehmern bei einer Gesamtteilnehmerzahl von 106. Am Freitag werden sozialwissenschaftliche Themenschwerpunkte von allen Schülern behandelt.




Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Mittwoch:

09.00 - 12.30 Uhr      Jeweils Thema 1    
der Matrix    
Gruppenarbeitsphase mit unterschiedlicher thematischer Schwerpunktsetzung (jeder Schüler muss sich interessenorientiert für eine der zehn alternativen Themenbereichskombinationen entscheiden und dabei vier von fünf fachspezifischen Zugriffen abdecken (s. Matrix))
14.00 - 17.30 Uhr Jeweils Thema 2
der Matrix
s. o.



Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Donnerstag:

09.00 - 12.30 Uhr     Jeweils Thema 3    
der Matrix   
s. o.
14.00 - 17.30 Uhr Jeweils Thema 4
der Matrix
s. o.


Die Matrix

Matrix


 
 

Vier alternative Themenschwerpunkte des Faches SOZIALWISSENSCHAFTEN

1
  09.00 - 10.30 Uhr      "Migration und Probleme der Integration von Ausländern am Beispiel Berlins"
Gespräch mit der Ausländerbeauftragten über:
  • Daten und Fakten über Ausländer in Berlin / Arbeitsimmigration seit 1945
  • Einwanderungsland ohne Einwanderungspolitik? Brauchen wir Einwanderer?
  • EU - offene Grenzen mit unterschiedlicher Einwanderungspolitik?
11.00 - 12.30 Uhr "Doppelte Staatsbürgerschaft - ein politisches und gesellschaftliches Problem?"
Gespräch mit Politikern:
  • Die doppelte Staatsbürgerschaft - ein Beispiel für die politische Willensbildung und den politische Entscheidungsprozess in einer repräsentativen Demokratie
  • Fördert der Doppelpass die Integration?
2
14.00 - 17.30 Uhr "Deutsche und Ausländer in einem Stadtbezirk - eine multikulturelle Gesellschaft?"

14.00 - 15.30 Uhr Gespräch mit ausländischen Bürgern des Vereins "Wohnen und Leben" über:
  • Doppelpassproblematik
  • Alltägliche Probleme der Integration
  • Ausländerfeindlichkeit und Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung
16.00 - 17.30 Uhr Befragung / Interviews vor Ort (Wohn-, Arbeits- und Lebensverhältnisse von Ausländern in Berlin; Integrationsprobleme; Ausländerfeindlichkeit)

3
08.30 - 10.00 Uhr "Armut von Kindern und Jugendlichen - eine Folge des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels?" Expertenbefragung

10.30 - 12.00 Uhr "Alltagsrealität von Kindern in Armutsbezirken" Informationsgespräch mit Streetworkern vor Ort; Erkundungen

4
14.00 - 15.30 Uhr "Soziale Gerechtigkeit - nur eine Floskel im Wahlkampf?" Podiumsdiskussion mit je einem Politiker der CDU, SPD und PDS

16.00 - 17.30 Uhr "Soziale Gerechtigkeit - was ist das und wie wird sie in Berlin realisiert?" Straßenbefragung


 
 

Vier alternative Themenschwerpunkte des Faches ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT

1
 09.00 - 12.30 Uhr    Erziehung in verschiedenen historischen Kontexten
Erziehungsziele und Erziehung in den Familien und Schule in der NS-Zeit und in der DDR im Vergleich

2
14.00 - 17.30 Uhr Berlin - eine multikulturelle Stadt?
Wie lernen Kinder und Jugendliche unterschiedlicher kultureller Herkunft in einer Stadt gemeinsam zu leben.
Begegnung mit gleichaltrigen Jugendlichen in einem Club am Prenzlauer Berg

3
09.00 - 12.00 Uhr Schule im sozialen Brennpunkt
Besuch der Lina Morgenstern Oberschule in Kreuzberg.
Mit welchen Schwierigkeiten und Problemen muss eine Schule umgehen, die sich an einem sozialen Brennpunkt der Stadt Berlin befindet?

4
14.00 - 17.30 Uhr Jugend im 21. Jahrhundert
Medienpädagogik als Herausforderung in einer sich rasch verändernden Welt - neue Herausforderungen an die moderne Pädagogik


 
 

Vier alternative Themenschwerpunkte des Faches RELIGION

1
 09.00 - 12.30 Uhr     Wie leben Juden in Berlin? Besuch des Zentrum Judaicum (Neue Synagoge und jüdisches Gemeindehaus) - Gespräch mit Herrn Gad Beck (Zeitzeuge) u. a. zu Fragen des modernen Judentums

2
14.30 - 17.30 Uhr Wie leben Moslems in Berlin?
Besuch der Mevlana-Moschee, Teilnahme an einer Gebetszeit, Gespräch mit moslemischen jungen Erwachsenen.

3
09.00 - 12.30 Uhr Religionsunterricht - freiwillig?
Grundgesetzlich nicht verbürgter christlicher Religionsunterricht in Berlin; Besuch des Herder-Gymnasiums, Gespräch mit Jugendlichen verschiedener Konfessionen zum Stellenwert und zur Thematik des Religionsunterrichts an ihrer Schule

4
14.00 - 17.30 Uhr Missionsgebiet (Ost-) Berlin?
Religiöses Leben in einer säkularen Stadt; Besuch der Gemeinde St. Martin in Kaulsdorf, Gespräch mit Jugendlichen über die spezielle Situation einer Ost-Berliner Gemeinde und über christliches Engagement heute


 
 

Vier alternative Themenschwerpunkte des Faches GEOGRAPHIE

1
  09.00 - 12.30 Uhr      Bedingungsfaktoren von Wirtschaftsstandorten im Wandel der Zeit / Merkmale und räumliche Veränderungen des Industriestandortes Berlin in einer Welt zusammenrückender Märkte, untersucht an:
Siemens - ein Stück Berliner Industriegeschichte

Die Bedeutung des Standorts Berlin für das Weltunternehmen Siemens früher und heute (mit Besichtigung von Siemensstadt)

2
14.00 - 17.30 Uhr Die Bedeutung des tertiären Sektors für die Wirtschaftskraft und die Arbeitsmarktsituation der Hauptstadtregion Berlin, untersucht an:
Potsdamer Platz - das größte Dienstleistungszentrum Deutschlands
  • Besichtigung des Potsdamer Platzes / "Daimler-City"
  • Der Begriff des tertiären Sektors
  • Die Entwicklung des tertiären Sektors in Berlin
  • Stadtplanerische Konzeption zur Gestaltung und Nutzung des Gebietes Potsdamer Platz / Besuch der Info-Box
3
09.00 - 12.30 Uhr Wohnen und Arbeiten im Zentrum Berlins / Methodenübung
Die Hackeschen Höfe - Untersuchung und Nutzungskartierung
  • Lage, Geschichte und Struktur der Hackeschen Höfe
  • Sanierungsformen
  • Methodenübung: Nutzungskartierung / Befragungen
4
14.00 - 17.30 Uhr Stadtökologische Aspekte der Entwicklung Berlins / Chancen und Probleme der Raumentwicklung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
Wasserversorgung und -entsorgung der Großstadt Berlin
  • "Wasser für Berlin" - die Geschichte der Wasserversorgung und Stadtentwässerung vom Bau des ersten Wasserwerks bis zur politischen Spaltung 1949
  • untersucht im Museum im Wasserwerk Friedrichshagen
  • Konzept der heutigen und zukünftigen Wasserversorgung und -entsorgung von Berlin

 
 

Vier alternative Themenschwerpunkte des Faches KUNST

1
  09.00 - 12.30 Uhr    War die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Bilderwelt der Gegensätze?
In der Sammlung Berggrün beschäftigen wir uns mit den "Wegbereitern der Moderne" in der Kunst, wie z. B. Cézanne oder von Gogh, die auch die Arbeit deutscher Künstler prägten. Der Berliner Sammler Bergrün hat ca. 100 bedeutende Kunstwerke zusammengetragen, von denen viele zur Zeit der Nationsozialisten aus deutschen Museen verbannt wurden.

2
14.00 -17.30 UhrWie setzte sich eine Künstlerin mit dem Arbeiterleben - mit Leid und Not - auseinander?
Der Besuch im Käthe-Kollwitz-Museum ist eine Auseinandersetzung mit den Werken dieser Künstlerin, die eng mit der deutschen Arbeiterbewegung verbunden war. Im Jahre 1936 erhielt sie das Ausstellungsverbot, ihre Werke wurden von den Nationalsozialisten aus öffentlichen Sammlungen entfernt.

3
09.00 - 12.30 UhrWelche handwerklichen und gestalterischen Grundlagen bestimmen das Design?
Vergleich mit Beispielen eines vom Biedermeier bestimmten Wohnens wird die Gestaltung des Bauhauses untersucht, einer Hochschule für Gestaltung, die sich um klare und sachliche Formen von Alltagsgegenständen und Architekturelementen bemühte. Im Bauhaus-Archiv beschäftigen wir uns mit den einflussreichen Design- und Architekturbewegungen.

4
14.00 - 17.30 UhrWelche Wirkung hatte die nationalsozialistische Propaganda-Architektur die Menschen?
Zwischen den Kriegen hatten die Architekten in Frankreich, Deutschland und Holland in enger Zusammenarbeit einen internationalen Architekturstil (rationale Architektur) entwickelt. Die Architekten wollten damit einen Beitrag dazu leisten, Katastrophen wie den gerade erlebten Krieg zu vermeiden, indem sie sich europäisch orientierten und auf nationale Traditionen verzichteten. Die Machtergreifung Hitlers und der Aufbau eines detailliert geplanten Propagandaapparates zerstörte diese Pläne. Wir untersuchen am Beispiel des ehemaligen Reichssportfeldes in Berlin wie Hitler die Architektur und Plastik in "beeindruckender" Art und Weise für die Selbstdarstellung des nationalsozialistischen Staates benutzte. Fotografie als Gestaltungsmittel im Wandel der Zeiten (Entwicklung, Montage, Collage)





Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Freitag:

1.      08.20 - 8.50 Uhr       Fahrt vom St. Michaels Heim zur Konrad-Adenauer-Stiftung
2.   09.00 - 10.15 Uhr Gespräch mit Frau Barbe (Bürgerrechtlerin) über Probleme der inneren Einheit Deutschlands
3.   10.15 - 10.30 Uhr Fahrt zum Reichstag / Bundestag
4.   10.30 - 12.00 Uhr Besichtigung / Führung durch das Reichstagsgebäude
5.   12.00 Uhr Fahrt zum Restaurant "Georgsbräu", Spreeufer 4
6.   14.00 - 17.00 Uhr
Abfahrt der Busse
(nach dem
Mittag-
essen):13.30 Uhr
Sozio-ökonomischer Wandel im Zuge des Einigungsprozesses: "Vom Kombinat zum Konzern - Probleme beim Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft" untersucht anhand von konkreten Fallbeispielen: Informationsgespräch über die Entwicklung des Unternehmens im Zeitraum von 1989 - 1999 Vor- und Nachteile des Standortes Berlins Aktuelle Wettbewerbssituation Betriebsbesichtigung



Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Samstag:

1.      Vormittag           zur freien Verfügung
2.   13.00 Uhr Rückfahrt



Montag |  Dienstag |  Mittwoch |  Donnerstag |  Freitag |  Samstag


Montag:

1.     07.45 - 13.00 Uhr     Auswertung / Dokumentation / Präsentation der Ergebnisse Arbeit in einer der 10 themenspezifischen Arbeitsgruppen


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