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Gymnasium Laurentianum Warendorf

Sternenhimmel

Der abendliche Sternenhimmel hat noch eindeutig sommerlichen Charakter, denn gegenüber dem Vormonat hat sich nicht allzuviel verändert. Hoch am Firmament entdeckt man das Sommerdreieck, wobei Deneb im Schwan nahe dem Scheitelpunkt, dem Zenit steht. Die Leier mit Wega und der Adler mit Atair befinden sich in unmittelbarer nähe der Mittagslinie, dem Meridian. Das gesamte Sommerdreieck rückt allmählich in die westliche Hemisphäre.

Der helle Arktur im Bärenhüter steht zwar noch über dem Nordwesthorizont, wegen seiner tiefen Stellung kann man ihn jedoch kaum noch erkennen.

Von den Sommerbildern der Ekliptik, den sommerlichen Tierkreissternbildern, ist der Skorpion bereits verschwunden. Der Schütze geht im Südwesten unter, während der Steinboch gerade zum Sprung über den Meridian ansetzt. In östlicher Richtung schließen sich die eher unscheinbaren Tierkreisbilder Wassermann und Fische an. Tief im Osten geht auch schon der Widder auf.

Der Kepheus durchschreitet die Mittagslinie zwischen Zenit und Polarstern (NP). Die schwachen Sterne, die den König von Äthiopien darstellen sollen, sind nicht leicht auszumachen.

Hoch im Südosten breitet sich der Pegasus, das geflügelte Pferd der Dichter, aus. Auffällig ist der zentrale Teil des Pegasus, ein großes Sternenquadrat, das auch Herbstviereck genannt wird.

Das Maul des Pferdes, das durch eine leicht angeknickte Linie dargestellt ist, zeigt auf den Meridian. Der Nördliche Eckpunkt des Pegasusquadrats gehört bereits zu der nach Norden zeigenden gestreckten Linie der Andromeda.

Südlich des Pegasus stößt man auf die eine der beiden Fischellipsen. In ihrer Nähe liegt der Frühlingspunkt ^, der Schnittpunkt zwischen Himmelsäquator und Ekliptik. Wenn die Sonne ihn im März passiert, wenn sie also den Himmelsäquator von Süd nach Nord überschreitet, dann ist auf der Nordhalbkugel der Erde Frühlingsanfang. Dann sind Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang. Von der Fischellipse zieht sich eine lichtschwache Sternenkette nach Osten, knickt um und steigt nach Norden zur Andromeda empor, wo die zweite Fischellipse liegt. Die Fische sind nicht leicht zu erkennen, da sie sich nur aus sehr lichtschwachen Sternen zusammensetzen.

Wesentlich leichter erkennt man das kleine Bild des Widders, das bereits halbhoch im Osten steht. Der Frühlingspunkt lag vor etwa 2500 Jahr im Sternbild Widder, er wird deshalb auch heute gelegentlich noch als Widderpunkt bezeichnet. Im Verlauf von 25800 Jahren bewegt er sich einmal durch den ganzen Tierkreis. Er verabschiedet sich jetzt allmählich aus den Fischen, die er in den vergangenen Jahrtausenden durchquert hat, und wird in einigen hundert Jahren den Wassermann erreichen.

Der Riesenplanet Jupiter geht bereits gegen 22 Uhr im Osten auf und ist dann die ganze Nacht wegen seiner großen Helligkeit das dominierende Gestirn am Himmel. Er steht im Sternbild Stier etwas nördlich von Aldebaran. Besonders interessant zu beobachten ist die sogenannte Oppositionsschleife des Jupiter in den nächsten Wochen. Am 7. Passiert er zunächst Aldebaran von West nach Ost, kommt dann allmählich zum Stillstand, bevor er dann wieder rückläufig durch den Stier wandert und im letzten Oktoberdrittel abermals an Aldebaran vorbeizieht, und zwar von Ost nach West. Der Ringplanet Saturn eilt dem Jupiter hinterher und beginnt ebenfalls mit seiner Oppositionsschleife. Saturn ist zwar wesentlich lichtschwächer als Jupiter aber immer noch deutlich heller als Aldebaran. Venus bleibt Abendstern und hält sich in der Jungfrau nahe Spica auf. Sie kann in der Abenddämmerung tief im Westen beobachtet werden.


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