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Sternenhimmel Juni 2001
 

Die Abbildung zeigt die horizontale Sicht auf den Sternenhimmel gegen 21.30 Uhr mit Blickrichtung süd. Der Blick in Richtung nord wird nicht eigens dargestellt, da sich dort die Sternbilder im Laufe eines Jahres lediglich im Kreis um den Polarstern drehen.

Die Umstellung der Sternbilderszenerie auf den Sommerhimmel macht sich deutlich bemerkbar. Die Wintersternbilder sind fast alle verschwunden, wenn man davon absieht, dass tief im Norden die bei uns zirkumpolare Kapella und im Nordwesten noch die beiden Zwillingssterne Castor und Pollux zu erkennen sind. Das Frühlingsdreieck, bestehend aus Arktur im Bärenhüter, Regulus im Löwen und Spica in der Jungfrau, ist in die westliche Hälfte des Firmaments gewandert. Im Osten ist bereits das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler komplett aufgegangen.
Der Große Wagen steht immer noch fast im Zenit. Er hat aber den Meridian, das ist die Mittagslinie, die Nord-Südlinie, auf der ein Sternbild jeweils seinen höchsten Stand erreicht, bereits überschritten und bereitet sich auf den Abstieg vor.
In der recht spät einsetzenden Abenddämmerung erscheint Arktur im Bärenhüter hoch im Südwesten als einer der ersten Sterne. Seine orangerote Farbe ist deutlich zu erkennen. Fast gleichzeitig taucht in der einsetzenden Dunkelheit im Osten die bläulichweiß strahlende Wega auf. Somit sind Arktur und Wega leicht in der sommerlichen Abenddämmerung aufzuspüren, da sie sich als erste Sterne aus dem atmosphärischen Streulicht des Sommerhimmels herausheben.
Im Westen neigt sich der Löwe allmählich dem Untergang zu. Das Sternfeld im Südwesten wird von der Jungfrau besetzt gehalten. Ihr Hauptstern Spica leuchtet gut sichtbar in bläulichem Licht halbhoch über dem Südwesthorizont. Man findet Spica leicht, wenn man den Schwung der Deichsel am Großen Wagen über Arktur nach südwesten weiter fortsetzt. (siehe Monatssternkarte)
Tief im Süden entdeckt man mit dem Skorpion und seinem auffällig rot leuchtenden Hauptstern Antares ein weiteres Mitglied der Tierkreisfamilie. Die Tierkreissternbilder, die wie Jungfrau, Waage Skorpion, Schütze und Steinbock im Sommer die Himmelsbühne betreten, bewegen sich wie unsere Sonne im Winter sehr tief über dem Horizont und können sich daher nur schwer aus den horizontnahen Dunstschichten der Atmosphäre befreien. Sie haben es deshalb viel schwerer sich am Firmament durchzusetzten, als die im Winter strahlend hoch am Himmel auftretenden Tierkreisbilder Widder, Stier oder Zwillinge.
Nördlich des Skorpions stößt man auf das umfangreiche aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehende Bild des Schlangenträgers mit der Schlange. Es ragt zwischen Skorpion und Schütze bis über die Ekliptik hinaus und gehört deshalb als 13. Mitglied zur Familie der Tierkreisbilder, und zwar genau seit 1930, denn in diesem Jahr wurden die Grenzen der Sternbilder durch ein internationales Abkommen exakt festgelegt.
Auf der Verbindungslinie zwischen Arktur und Wega findet man die halbkreisförmige Nördliche Krone und die mächtige Gestalt des Herkules. Der Herkules ist wesentlich größer und ausgedehnter als die Nördliche Krone. Aber gerade wegen seiner Größe und der lichtschwachen Sterne ist der Herkules viel schwerer auszumachen als die Nördliche Krone, die man als kleinen, aber auffallenden Halbkreis relativ leicht findet.
Venus ist als Morgenstern weiterhin ungünstig zu beobachten. Jupiter steht in Konjunktion mit der Sonne, Saturn wurde bereits von der Sonne überholt und ist mit etwas Glück in den frühen Morgenstunden in der Dämmerung tief im Nordosten zu sehen.
Mars steht am 13. in Opposition zur Sonne, er geht also mit Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter und ist somit die ganze Nacht über sichtbar. Der rote Planet bewegt sich im südlichen Teil des Sternbildes Schlagenträger und läuft während seiner Oppositionsschleife von Ost nach West direkt auf Antares zu, den hellsten Stern im Skorpion. Dieser Stern zeigt eine ähnlich rote Farbe wie Mars leuchtet aber wesentlich schwächer als der jetzt sehr helle Mars.


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