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Gymnasium Laurentianum Warendorf

Sternenhimmel

Zu Beginn des Monats Mai haben die Wintersternbilder endgültig vom Abendhimmel Abschied genommen und den Frühlingsbildern Platz gemacht. Nur die Zwillinge machen sich noch über dem Nordwesthorizont bemerkbar. Tief im Westen blitzt noch Procyon im Kleinen Hund durch die horizontnahen Dunstschichten. Auch Kapella im Fuhrmann erinnert tief im Nordwesten noch ein wenig an vergangene Wintertage.

Den Schwerpunkt der Himmelsszene bildet das Frühlingsdreieck, das den Südhimmel beherrscht. Es setzt sich aus den hellen Sternen Regulus im Löwen, Arktur im Bootes (Bärenhüter) und Spica in der Jungfrau zusammen. Das gewaltige Sternentrapez des Löwen, die langgestreckte Figur der Jungfrau und die drachenähnliche Gestalt des Bootes prägen das typische Bild des Frühlingshimmels.

Blickt man steil nach oben, erkennt man den Himmelswagen, der fast im Zenit steht. Folgt man dem Schwung der Wagendeichsel, so stößt man auf Arktur im Bootes und weiter auf Spica in der Jungfrau. Die beiden vorderen Kastensterne zeigen nach süden auf Regulus, die beiden hinteren in nördlicher Richtung auf den Polarstern.

Die östliche Himmelshälfte wird neben Bootes von der Nördlichen Krone, dem Herkules und der noch horizontnahen Wega in der Leier beherrscht. Auch Deneb im Schwan ist im Nordosten schon auszumachen. Zusammen mit Atair im Schwan, der allerdings erst später aufgeht, bilden sie das markante große Sommerdreieck, dessen Sterne sich in der langen Dämmerungsphase der Sommermonate als erste aus dem atmosphärischen Streulicht befreien können.

Der Südosthimmel macht einen recht sternarmen Eindruck. Das Sternbild Waage ist nicht besonders auffällig, man muss es schon bewusst suchen. Der Skorpion, wie die Waage ein Mitglied der Tierkreisfamilie, schickt sich erst an aufzugehen, sein heller Hauptstern Antares überschreitet gerade die Horizontlinie.

Im Osten steigt der Schlangenträger, ein ausgedehntes nicht sehr markantes Sternbild, mit der Schlange empor. Er liegt südlich von Herkules und nördlich von Skorpion und Schütze. Mit seinem südlichen Teil dehnt sich der Schlangenträger zwischen Skorpion und Schütze bis über die Ekliptik aus. Er ist also ein Tierkreissternbild, was viel nicht wissen. Somit umfasst der Tierkreis insgesamt 13 Sternbilder. Vom 29. November bis 17. Dezember wandert die Sonnen durch den Schlangenträger.

Ein Paradeobjekt für Teleskopbeobachtungen am nörlichen Frühlingshimmel ist zweifelsohne der Kugelsternhaufen M13 im Herkules. Unter günstigen Sichtbedingungen ist er schon mit bloßen Augen zu sehen. Mit einem Fernglas kann man M13 leicht als diffuses Lichtfleckchen ausmachen. In der Monatssternkarte ist dieser Kugelsternhaufen als kleiner Kringel im Zentrum des Herkules eingezeichnet.

Die Planeten bleiben im Mai unbeobachtbar, da sie sich zu einer wahren Planetenparade am Taghimmel versammeln. Am 4. gesellt sich auch noch der Mond dazu, so dass die sieben klassischen Wandelgestirne Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn im Gebiet Widder/Stier relativ eng zusammenstehen.


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