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Sternenhimmel April 2001
 

Die Abbildung zeigt die horizontale Sicht auf den Sternenhimmel gegen 21.30 Uhr mit Blickrichtung süd. Der Blick in Richtung nord wird nicht eigens dargestellt, da sich dort die Sternbilder im Laufe eines Jahres lediglich im Kreis um den Polarstern drehen.

Blickt man steil nach oben in den abendlichen Sternenhimmel des Monats April, erkennt man auf Anhieb die sieben Sterne des Großen Wagen. Er steht jetzt direkt über unseren Köpfen, fast im Zenit. Der Große Wagen ist nur ein Teil der viel größeren Sternfigur des Großen Bären. Zur Zeit ist die Gelegenheit günstig, um versuchsweise die Gesamtgestalt des Großen Bären zu erfassen: Kopf und Pranken sind von vergleichsweise lichtschwachen Sternen umrissen, während der Wagenkasten das Hinterteil und die drei Deichselsterne den Schwanz des Bären markieren. Der Löwe mit seinem hellen Hauptstern Regulus erreicht nun seine höchste Position über dem Südhorizont. Ein großes Sternentrapez markiert den Rumpf, ein kleines, aufgesetztes den Kopf dieses königlichen Tieres. Der Löwe ist Mitglied im ausgewählten Zirkel der Tierkreissternbilder. Regulus liegt fast genau auf der Ekliptik, auf der sich der Mond und die Wandelsterne, wie unsere Planeten auch bezeichnet werden, bewegen. So kommt es gelegentlich zu dem Ereignis, dass Regulus vom Mond oder sogar von einem Planeten bedeckt wird.
Im Westen versinken die Wintersternbilder allmählich. Sirius im Großen Hund geht bereits in der Abenddämmerung unter, Orion und der Stier mit dem roten Aldebaran stehen dicht über dem Westhorizont.
Hoch im Südwesten sind die Zwillinge mit Castor und Pollux sowie Procyon im Kleinen Hund zu sehen. Halbhoch im Nordwesten strahlt die gelbe Kapella im Sternsechseck des Fuhrmann, und tief im Nordwesten ist noch der Perseus als Relikt vergangener Herbsttage zu erspähen.
Der intensiv orangerot strahlende Hauptstern des Bootes (Bärenhüter), der die aus dem Arabischen stammende Bezeichnung Arktur trägt, fällt hoch im Südosten auf. Er gehört neben Sirius und Wega zu den drei hellsten Sternen der nördlichen Hemisphäre und liegt auf der kreisförmigen Verlängerung der Deichselsterne des Großen Wagen, die in ihrer Fortsetzung auf die bläulich leuchtende Spica zeigt, dem hellsten Stern in der Jungfrau. Sie nimmt auf der Ekliptik den Platz im Südosten ein, und gehört somit ebenfalls zu den Tierkreissternbildern.
Halbhoch im Osten, in der Nähe des Bootes, springt der Sternenhalbkreis der Nördlichen Krone förmlich ins Auge. Nordöstlich schließt sich Herkules an, ein ausgedehntes Bild ohne hellere, auffallende Sterne. Am Nordosthorizont künden Wega in der Leier und Deneb im Schwan inmitten der Milchstraße den kommenden Sommer an. Atair im Adler, der dritte helle Stern des Sommerdreiecks geht allerdings erst später auf.
Venus hat sich vom Abendhimmel verabschiedet und wird Morgenstern. Die Sichtbarkeit in der Morgendämmerung ist allerdings noch nicht sehr gut.
Mars verfrüht seine Aufgänge weiter und ist nun schon kurz nach Mitternacht im Osten zu sehen. Er wandert durch die Sternbilder Schlangenträger und Schütze. Da sich nun auch der Durchmesser des Marsscheibchens vergrößert, lohnt sich die Suche nach Oberflächenstrukturen in einem kleinen Teleskop.
Jupiter und Saturn werden nun allmählich von der Sonne eingeholt und verabschieden sich vom Abendhimmel.


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