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Gymnasium Laurentianum Warendorf

Sternenhimmel

Am Abendhimmel wird nun deutlich, dass der Winter allmählich Abschied nimmt. Zwar ziehen die hellen und auffälligen Winterbilder noch die Blicke auf sich. Sie sind aber allesamt schon weit in die westliche Himmelshälfte gerückt. Orion, der unübersehbare Himmelsjäger, neigt sich schon zum Westhorizont. Sirius funkelt bläulich-weiß im Südwesten. Ein wenig höher leuchtet Procyon, hellster Stern im Bild des Kleinen Hundes. Im Westen strebt der Stier dem Untergang entgegen. Sein rötlicher Hauptstern Aldebaran (Auge des Stiers) steht schon recht tief. Ein wenig höher findet man die Zwillinge mit Castor und Pollux und den Fuhrmann mit Kapella. Die Kassiopeia, das Himmels-W, ist zum Nordwesthorizont herabgesunken, während hoch im Nordosten, fast schon im Zinit, der Große Wagen mit seinen beiden hinteren Kastensternen auf den Polarstern (NP) zeigt.

Von den Herbststernbildern ist nur noch Perseus im Nordwesten zu erkennen. Der Widder verschwindet bereits in den Dunstschichten am Horizont. Der lichtschwache Krebs mit der Krippe, dem in einem Fernglas eindrucksvoll erscheinenden Sternhaufen, steht dagegen hoch im Süden.

Ihm folgt im Tierkreis der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus, der die Ekliptik, die scheinbare Sonnenbahn, markiert. Das mächtige Sternentrapez des Löwenrumpfes mit dem hellen Regulus an der Spitze ist leicht zu erkennen.

Tief im Osten leuchtet auffällig ein heller, orange-rötlicher Stern: Arktur im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten oder Bärenhüter. Erweitert man die gekrümmte Deichsel des Großen Wagen zu einem Kreisbogen, so gelangt man über Arktur im Osten zu dem bläulich hell leuchtenden Hauptstern Spica in der Jungfrau, die jetzt im Südosten aufgeht.

Damit ist das komplette sogenannte Frühlingsdreieck, bestehend aus Regulus, Arktur und Spica, am Firmanent vertreten und kündet vom Beginn der neuen Jahreszeit.

Während sich Venus als eindrucksvoller Morgenstern allmählich verabschiedet und erst nach einigen Monaten als Abendstern wieder in Erscheinung tritt, rücken die drei äußeren Planeten Mars, Jupiter und Saturn immer näher zusammen und leisten sich am westlichen Abendhimmel ein spannendes Rennen. Am 9. zieht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes südlich am Riesenplaneten Jupiter, der zwischen Mars und Saturn steht, vorbei. Eine eindrucksvolle Konstellation im Sternbild Widder, die an diesem Abend gegen 20 Uhr zu beobachten ist.

Am 20. genau um 8.35 Uhr befindet sich die Sonne im sogenannten Frühlingspunkt, dem Schnittpunkt zwischen Himmelsäquator und Ekliptik. Damit beginnt aus astronomischer Sicht der Frühling. Dies ist auf der ganze Erde der Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht gleich lang sind (Frühlingsäquinox).

Zwischen dem Großen und dem Kleinen Hund befindet sich eine Sternreiche Gegend der winterlichen Milchstraße. Neben etwa 66 mit dem bloßen Auge erkennbaren Sternen finden sich hier interessante Objekte für die Fernrohrbeobachtung, wie z.B. der offene Sternhaufen M50, der Rosettennebel oder der Kegelnebel, eine der markantesten uns bekannten Dunkelwolken.


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