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Gymnasium Laurentianum Warendorf

Sternenhimmel

Der Anblick des abendlichen Sternbilderhimmels hat sich im Vergleich zu Januar nur unwesentlich verändert. Noch weist er eindeutig winterlichen Charakter auf. Allerdings hat sich die Sternbilderszenerie merklich nach Westen verschoben. Im Süden ziehen der Himmeljäger Orion und der helle Hundsstern Sirius die Blicke auf sich. Die Zwillinge Castor und Pollux erreichen gegen 22 Uhr ihre höchste Stellung im Süden, man sagt, sie "kulminieren".

Das Himmels-W, die Königin Kassiopeia, sinkt langsam im Nordwesten herunter, während sich der Große Wagen im Nordosten immer höher schiebt. Im Westen erinnern nur noch Perseus und tiefer Andromeda an vergangene Herbsttage. Die übrigen Herbstbilder sind unter dem Horizont verschwunden.

Im Südosten ist der Löwe auf der Himmelsbühne erschienen. Der Löwe kündet von kommenden Frühlingstagen. Er ist das prominenteste der Frühlingssternbilder. Der hellste Stern im Löwen heißt Regulus (lat., Kleiner König).

Zwischen Fuhrmann und dem strahlenden Procyon im Kleinen Hund erheben sich hoch im Süden die beiden Sternketten der Zwillinge. Sie gehören wie der Krebs und der Löwe zum Tierkreis, durch den Sonne, Mond und Planeten ihre Bahnen ziehen.

Der Krebs liegt zwischen den Zwillingen und dem Löwen halbhoch über dem Osthorizont. Er fällt kaum auf, denn in ihm finden sich keine hellen Sterne. Dem Namen nach ist der Krebs als Tierkreisbild wohl bekannt. Aber am Firmament ist er nicht leicht zu erkennen. Im Krebs liegt auch der offene Sternhaufen Krippe, ein wunderschönes Objekt für Fernglasbeobachter.

Den sonnennächsten flinken Planeten Merkur kann man gegen Mitte Februar mit Aussicht auf Erfolg kurz nach Sonnenuntergang knapp über dem Südwesthorizont suchen. Am 10. macht er sich gegen 18.20 Uhr in der Abenddämmerung bemerkbar und geht um 19.03 Uhr unter. Die Sichtbarkeitsbedingungen für Merkur bleiben bis zum 15. günstig. Danach wird man vergeblich nach ihm Ausschau halten.

Venus ist nach wie vor hell strahlender Morgenstern. Sie leuchtet bis weit in die beginnende Morgendämmerung über dem südöstlichen Horizont und kann bei klarer trockener Luft sogar am hellichten Tag aufgespürt werden.

Jupiter ist nach wie vor auffälligstes Objekt am Abendhimmel. Der Riesenplanet zieht seine Bahn durch die Fische und wechselt zur Monatsmitte in den Widder.

Nach Jupiter ist Saturn der zweithellste Planet in der ersten Nachthälfte. Der Ringplanet wird im Widder von Jupiter verfolgt bis er schließlich Ende Mai einholen wird. Dies bleibt allerdings für uns unbeobachtbar, da es in unmittelbarer Nähe zur Sonnen geschieht.

Am 11. steht der zunehmende Mond zwischen Jupiter und Saturn, hinzu kommt noch Mars als dritter Planet im Westen und knapp über dem Südwesthorizont der flinke Merkur, ein netter Himmelsanblick an diesem Tag gegen 18.30 Uhr.

Für Fernrohrbeobachter zeigen sich die Ringe des Saturn jetzt besonders eindrucksvoll, da sie relativ weit geöffnet sind. Unser Blick fällt zur Zeit auf die Südseite der Ringe.


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